In der modernen Arbeitswelt zeichnet sich aktuell eine Entwicklung, weg vom klassischen Arbeitsplatz hin zum virtuellen Arbeitsplatz ab. Virtuell bedeutet dabei, dass der Arbeitsplatz weder an einen Ort noch an feste Geräte gebunden ist. Schlagwörter wie "Cloud" und "always online" sind überall zu lesen. Microsoft versucht dabei die führende Rolle zu spielen und treibt die Entwicklung mit aller Macht voran. Durch die Azure Cloud und alle darin enthaltenen Dienste ist es heute bereits möglich ein Unternehmen ohne eigene IT und ohne eigene Hardware aufzubauen. Mit Office365 bietet Microsoft alle Anwendungen des klassischen Pakets vollständig online. Es sind keine Installationen nötig, ein Browser ist alles was man braucht. Die monatlichen Kosten für eine solche Abonnement-Lösung müssen gegen die Kosten für die Anschaffung und Wartung von Hardware und Lizenzen, sowie der Abteilung bzw. Der Personen mit dem notwendigem Know-How.

Damit hat Microsoft eine komplette Lösung für die Kommunikation und Kollaboration von Menschen untereinander. Dies ist allerdings nur die Hälfte auf dem Weg zum virtuellen Unternehmen. Damit auch die Prozesse und Daten miteinander "kommunizieren" können, müssen auch die EAI-Lösungen virtualisiert werden. Die klassische Datenintegrations-Plattform von Microsoft namens BizTalk Server beschränkte sich bisher auf eine on-Premises Installation. Es ist zwar möglich BizTalk Server in einer virtuellen Maschine in der Azure Cloud zu betreiben, allerdings fällt die Wartungsaufgabe des Betriebssystems und des BizTalk Servers in die Verantwortung des Kunden. Somit müssen Ressourcen vorgehalten bzw. eingekauft werden.

Dieses Dilemma hat auch Microsoft erkannt und bietet mit der Veröffentlichung des aktuellen BizTalk Server 2016 zwei Strategiemöglichkeiten. Es gibt weiterhin die Möglichkeit den BizTalk Server als EAI-Plattform lokal on Premise zu betreiben, sowie in einer virtuellen Maschine, wenn es der Umfang und die Last der integrierten Prozesse sowie die Sicherheitsstrategie eines Unternehmens voraussetzt. Daneben hat Microsoft aber Kerntechnologien des BizTalk Servers extrahiert und bietet diese nun als Dienst in der Azure Cloud an. Mit den so genannten Logic Apps und den API-Konnektoren ist es möglich einfache Prozesse und Workflows, die einen BizTalk Server oder eine andere EAI Plattform erfordern würden, direkt als App in der Cloud zu modellieren und in einem iPaaS Scenario zu betrieben. "integration Plattform as a Service" heißt dabei, dass man sich ausschließlich auf die Anwendung konzentrieren muss. Microsoft übernimmt die Hardware, das Betriebssystem und die alle Komponenten, die zur sicheren und zuverlässigen Ausführung der Anwendung notwendig sind. Die Wartung und der Betrieb dieser Komponenten erfordert dabei keine Ressourcen mehr.

Für einfache Prozesse mit wenigen Schritten, für die die Anschaffung einer EAI Plattform bisher nicht in Frage kam, ist nun eine preislich sehr attraktive und vergleichsweise einfach zu entwickelnde Lösung in der Azure Cloud möglich. Es stehen dazu mächtige Monitoring- und Reporting-Funktionen zur Verfügung. Die Anzahl der APIs und Workflow-Funktionen werden ständig erweitert, sodass immer komplexere Automatisierungen möglich werden.

Logik Apps können mit allen, in der Cloud verfügbaren Diensten verbunden werden und Daten vermitteln, verteilen oder verarbeiten. Auch die Verbindung zu on Premises Systemen ist über Konnektoren möglich.

Für Aufgaben, die (noch) nicht abgebildet werden können, stehen die so genannten Funktions-Apps zur Verfügung. Mit ihnen kann eine Aufgabe völlig frei ausprogrammiert werden. Sie verfügen über eine vorbereitete Web-Schnittstelle, über die sie in eine Logik-App integriert werden können. Auch die Funktions-App werden verbrauchsbasiert abgerechnet. Es wird die Prozessorzeit und der Speicherverbrauch während jeder Ausführung abgerechnet. Für wenige kleine Aufgaben, fallen praktisch keine Kosten an. Dies senkt die Einstiegsgrenze zur Prozessautomatisierung kostenmäßig auf die Entwicklungskosten herunter. Die Lizenz-, Hardwarekosten sind praktisch vernachlässigbar.

Falls sich die Last später erhöht, können die Apps per Klick und ohne weitere Entwicklung skaliert werden. Wenn die Last dann so hoch wird, dass die Kosten spürbar und ohne Obergrenze ansteigen, kann einfach auf ein pauschales oder kontingentbasiertes Model gewechselt werden. Somit sind die Kostengedeckelt.

Alles in allem stellt die Azure Cloud alle Weichen zu grenzenlosen Datenintegrationsmöglichkeiten.

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