MS Project Blog
PSI direkt ansprechen

Um auf den aktuellen Kontext in Sharepoint zuzugreifen gibt es das SPContext Objekt. 

Für den ProjectServer gibt es dementsprechend das PJContext Objekt.

 

Um die PSI direkt ansprechen zu können, muss das Visual Studio Projekt folgende Verweise beinhalten:

Verweise

Folgendes Beispiel zeigt einen direkten Zugriff auf den Webservice CustomFields und die Methode ReadCustomFields:

 

protected void Button1_Click(object sender, EventArgs e)

        {

            Microsoft.Office.Project.Server.WebServiceProxy.CustomFields

customFieldsService = PJContext.Current.PSI.CustomFieldsWebService;

 

           Microsoft.Office.Project.Server.Schema.CustomFieldDataSet

 data = customFieldsService.ReadCustomFields(string.Empty, false);

 

            projectGrid.DataSource = data.CustomFields;

            projectGrid.DataBind();

        }

 

Diese Vorgehensweise funktioniert nur bei Webparts, die direkt im Project Web Access eingebunden werden.

 
Offline arbeiten mit MS Project 2010

Im Wesentlichen gibt es 3 verschiedene Gründe um offline mit dem MS Project 2010 zu arbeiten:

- Bearbeiten der Projektpläne beim Reisen

- Netzwerk fällt während der Bearbeitung des Projektplanes aus

- Projektpläne bzw. Projektdatein sollen per Mail weitergegeben werden

 

Schritt 1: Projekt offline stellen

- Project Professional 2010 mit Project Server verbinden

- Projekt auswählen

- Unter Datei - Informationen - Konten verwalten - Offline arbeiten

 Offline1

--> Projekt kann nun offline bearbeitet werden. Danach MS Project schließen.

Beachte: Beim nächsten Öffnen des MS Project Clients muss der Server ausgewählt

             und "Offline arbeiten" ausgeführt werden.

             Ansonsten werden Sie das Projekt nicht öffnen können.

Offline2

 

Schritt 2: Synchronisation mit MS Project Server

- Starten des MS Project Client

- Server auswählen

- Nicht auf "Offline arbeiten" klicken, sondern auf "OK"

- Projekt aus lokalem Speicherort auswählen und einchecken

--> Projekt wurde mit Server synchronisiert

 

Schritt 3: Projekt als Datei speichern (z.B.für E-Mail Versand)

- Project Professional 2010 mit Project Server verbinden

- Projekt auswählen

- Unter Speichern und Senden - Projekt als Datei speichern

Offline3

 
Exchange Server Integration Project Server 2010

Das Outlook Addin für den Project Server 2007 ist für die neue Version des Project Servers (2010)

nicht mehr verfügbar. Diese wird durch die Exchange Server Integration ersetzt.

Diese Integration beinhaltete alle Funktionen des Outlook Addin's. Zusätzlich ist nun aber auch

die Rückmeldung über OWA (Outlook Web Access) möglich.

Eine Installation auf Clientseite fällt auch weg.

 

Vorgangszuordnungen werden unter Aufgaben und im Kalender angezeigt:

Exchange1

 

Exchange3

 

Die Rückmeldung erfolgt wie früher über % Abgeschlossen:

Exchange2

 

 

 
Online-Bearbeitung Project Server 2010

Der Project Server 2010 bietet die Möglichkeit Projekte online zu bearbeiten und neue zu erstellen.

 

Auswahlmöglichkeit zwischen Online-Bearbeitung (neu: in Project Web App) und Clientbearbeitung.

OnlineBearbeitung1

 

Viele Funktionen wurde vom Project Client übernommen. 

Die Erstellung der Basispläne erfolgt aber noch im Project Client.

 OnlineBearbeitung2

 

 
Fortschrittsrückmeldung mit Project Client und SharePoint

Mit MS Project 2010 Client und SharePoint kann man eine vereinfachte Fortschrittrsrückmeldung realisieren. Diese Lösung stellt eine einfache Basislösung alternativ zu einer Umsetzung mit einem MS Project Server dar.

 

Mit Hilfe der "manueller Planung" wird im Project das Projekt geplant:

 

 planung1

 

Der Ressourcenpool wird z.B. aus dem Active Directory gefüllt:

 

resimport

 

 Einmalig muss die Verbindung mit einer Aufgabenliste in SharePoint eingerichtet werden:

 

syncconfig

 

 Nach dem "Synchronisieren" (funktioniert wie "Speichern" oder "Veröffentlichen") erscheinen die Aufgaben in der entsprechenden Aufgabenliste und können von Mitarbeitern eingesehen werden. Über "Bearbeiten" oder "Datenblattansicht kann der Fortschritt, bzw. die Rückmeldung in % oder anderen Einheiten eingegeben werden:

 

sharepointansicht

Über den Button  "Verbindung mit Outlook herstellen" werden die Aufgaben mit persönlichem Outlook und einer neuen Aufgabenliste synchronisiert. Eine Rückmeldung z.B. in % kann sehr einfach auch von Outlook aus getätigt werden:

 

outlook

 

Diese Information wird zuerst zum SharePoint übertragen und kann dann vom Project Client Rücksynchronisiert werden:

 

planung

 

 
Arbeitszeittabellen und Administrative Zeiten

Mit Arbeitszeittabellen kann man die Abwesenheitsplanung und sonstige Nichtverfügbarkeit für die Projektarbeit realisieren.

Mitarbeiter können die geplante Abwesenheitszeit als "geplant" eintragen und nach der Genehmigung durch den Arbeitszeittabellenmanager (automatisch bei gleicher Person) wird die Zeit als nicht verfügbar im MS Project Client und bei der Auswertung der Ressourcenauslastung im PWA angezeigt.

 

arbeitszeittabelle

 

 Ansicht "Zuordnungsarbeit nach Ressource":

resauslastung

 

Im Project Professional wird der Tag der Nichtverfügbarkeit als genauso wie die arbeitsfreie Zeit markiert. 

reseinsatz

 

 

 
MS SharePoint 2010 - Entwicklerdashboard

Das Developer Dashboard in SharePoint 2010 hilft nicht nur Entwicklern dabei, die Performance ihres Codes in einer realen SharePoint-Umgebung zu testen.

IT Professionals und Administratoren können das Developer Dashboard auch zum Troubleshooting von langsamen oder überlasteten SharePoint-Umgebungen verwenden. Fragen wie "Welches WebPart macht diese Seite so langsam" oder "Wo kommen die vielen Datenbankzugriffe her" werden hier beantwortet.
Dashboard

Das Dashboard kann durch den SharePoint Administrator mit dem Befehl stsadm –o setproperty –pn developer-dashboard –pv OnDemand stsadm –o setproperty –pn developer-dashboard –pv OnDemandaktiviert werden und erscheint als Icon am oberen Bildschirmrand:

Dashboard_icon

 
MS Project 2010 - Zeitachse

Die Zeitachsenansicht steht automatisch über den meisten Ansichten, kann aber auch ausgeblendet werden.

In diese Ansicht können verschiedene Vorgänge hinzugefügt werden.

Meist wird die Zeitachse zum Drucken genutzt oder in eine E-Mail Nachricht hinzugefügt um auf eine einfache

Weise den Projektsammelvorgang anzuzeigen.

 

Zeitachse

Einzelne Vorgänge können durch den Befehl „Vorgang zur Zeitachse hinzufügen“ (siehe Bild) in die Zeitachse

verschoben werden. Alternativ kann man die Vorgänge per „Drag an Drop“ in die Zeitachse integrieren

 
MS Project Server 2010 - Ribbon

Nun findet man auch im MS Project 2010 die neue Oberfläche, die aus den Office 2007 Tools bekannt ist.

Hierbei handelt es sich um die Ribbon-Oberfläche, die aus

- Registerkarten

- Gruppen

- Befehlen

besteht.

Ribbon

 

Unter "Menüband anpassen" (freie Fläche siehe Bild) oder über Datei - Optionen - Menüband anpassen

können die Ribbons erstellt werden.

Ribbon1

 

 

 

 
Authentifizierungsarten MS Project Server 2007/2010

IIS 7.0 und IIS 7.5 unterstützen folgende Authentifizierungsarten:

IIS_Auth

Im Regelfall bekommt der Anwender davon nichts mit. Versucht der Anwender allerdings auf den Project Server zuzugreifen, wird er vom Browser aufgefordert seine Benutzerdaten einzugeben.

Anonyme Authentifizierung

Bei der anonymen Authentifizierung sendet der Client an den Webserver eine Anfrage. Da hier keine Berechtigungen geprüft werden, wird die Anfrage direkt vom Server beantwortet.

AnonymousAccess

Ist die anonyme Authentifizierung deaktiviert, werden anonyme Anfragen vom IIS geblockt und gelangen nicht bis zur eigentlichen Webanwendung (hier MS Project Server 2007) durch:

AnonymousAccessDenied

Formularauthentifizierung

Anders als beim anonymen Zugriff prüft der Webserver, ob der Client bereits authentifiziert wurde und leitet diesen auf ein spezielles Anmeldeformular weiter.

Digestauthentifizierung

Digest-Authentifizierung funktioniert ähnlich wie die Standardauthentifizierung. Jedoch überträgt im Gegensatz zur Standardauthentifizierung, Digestauthentifizierung Anmeldeinformationen über das Netzwerk als Hashwert, auch bekannt als einen Nachrichtenhash. Der Benutzername und Kennwort können nicht aus dem Hashwert entschlüsselt werden.

Standardauthentifizierung

Standardauthentifizierung sendet das Kennwort mit Base 64 codiert, d.h. im Wesentlichen in Klartext über das Netzwerk.

Windowsauthentifizierung

Verwendet der IIS Windowsauthentifizierung ist die Angabe eines Windows Accounts erforderlich. Sind Client und Server innerhalb der gleichen Windows Domain werden die Windows Anmeldeinformationen automatisch an den Server geschickt:

AuthAccess

Oft muss hierzu die Website in die Liste der vertrauenswürdigen Sites aufgenommen werden.

Forderungsbasierende Authentifizierung

Sharepoint 2010 stellt dem MS Project Server 2010 eine weitere Authentifizierungsmethode zur Verfügung. Bei der forderungsbasierenden Authentifizierung werden die Anmeldeinformationen als Sicherheitstoken an den Server verschickt. Dieser überprüft die Gültigkeit bei der im Server hinterlegten Identitätsverwaltung.

ClaimAccess

Das Sicherheitstoken besteht aus einer Reihe von Identitätsassertionen zu einem authentifizierten Benutzer. Assertionen sind Attribute, die der Identität eines Benutzers zugeordnet werden. Assertionen können einen Benutzernamen, eine Rolle, eine Mitarbeiterkennung und eine Reihe anderer Attribute enthalten, mit deren Hilfe Autorisierungs- und Berechtigungsstufen für den Zugriff auf SharePoint Foundation 2010-Ressourcen bestimmt werden können.

 

 
WSS 3.0 Webpart Entwicklung

Wer WSS 3.0 Webparts unter Visual Studio 2008 entwickelt ist auf Tools wie den WSP Builder angewiesen. Um einen Webpart, an dem man gerade entwickelt auf dem Sharepoint Server zu aktualisieren reicht es aus, die Webpart DLL im Global Assembly Cache (GAC) zu aktualisieren.

Der Global Assembly Cache befindet sich im Windows Verzeichnis unter ...\Assemblies:

AssemblyCache

 

Die Aktualisierung der DLL im Global Assembly Cache und den Neustart des zugehörigen IIS Application Pools erledigt eine .bat Datei.

"C:\Program Files\Microsoft SDKs\Windows\v6.0A\Bin\gacutil" /u Contoso.Common
"C:\Program Files\Microsoft SDKs\Windows\v6.0A\Bin\gacutil" /i "...\Contoso.Common.dll"
"C:\Windows\SysWOW64\inetsrv\appcmd.exe" recycle apppool /apppool.name:"SharePoint - 80"
 
MS Project Server 2010 – Erstellung eines Workflows, Teil 1 Konfiguration Visual Studio 2010

Die neue Version des MS Project Servers bietet die Möglichkeit Projekt-bezogene Workflows zu erstellen. Dadurch ist es möglich einen kompletten Projektlebenszyklus darzustellen.

Die Erstellung eines MS Project Server 2010 Workflow erfolgt im MS Visual Studio 2010. Hierbei werden Project Server Funktionen genutzt um diese mit den Stufen eines Workflows, welche in dem Blog „MS Project Server 2010 Worklow – Aufbau, Struktur“ beschrieben wurden zu verbinden. Diese Stufen werden im Project Server eingestellt unter

Servereinstellungen- „Workflow- und Projektdetailseiten“- Workflowstufen- Neue Workflowstufe

Nachdem eine Menge von bzw. mehrere Stufen eingestellt wurden, ist nun die Erstellung einer Workflowlogik bzw. dem Workflow in MS Visual Studio 2010 erforderlich. Im Folgenden wird die Konfiguration von MS Visual Studio 2010 beschrieben.

 

Konfiguration MS Visual Studio 2010

  1. Neues Projekt mit einer Sharepoint 2010 Vorlage „Sequenzieller Workflow“ anlegen

Konf1

 

Folgendes ist zu beachten:

-          Programmiersprache C#

-          .net Framework 3.5


 

2. Im nächsten Schritt muss die Project Server URL angegeben werden, auf welcher der Workflow bereit gestellt werden soll.

Konf2

 

3. In dieser Maske wird der Name des Workflows bestimmt und auf Site-Workflow gestellt.

Konf3

 

4. In der letzten Maske nichts ändern und auf Fertigstellen klicken.

 

5. Als  nächstes ist es notwendig unter „Toolbox“ die Registerkarte „Project Server“ mit dessen Funktionen einzustellen.

Dazu folgender Prozess:

-          Rechtsklick auf frei Fläche (Toolbox)

-          Registerkarte hinzufügen

Konf4

-          Name „ Project Server“ eingeben

-          Rechtklick , „Elemente auswählen“

Konf5

-          Den Reiter System.Workflow-Komponenten auswählen

-          Danach „Durchsuchen“ und die C:\Program Files\Microsoft Office Servers\14.0\Bin\Microsoft.Office.Project.Server.Workflow.dll  Datei auswählen.

 

Konf6

-          Diese Öffnen und dann auf OK

-          Die Toolbox müsste nun folgendermaßen sein:

Konf7

Die Konfiguration von Visual Studio 2010 ist somit beendet.

 

 

 
MS Project Server 2010 Workfow – Aufbau, Struktur

MS Project Server 2010 Worklow – Aufbau, Struktur

 

Mit der neuen Version des MS Project Servers spielen nun Workflows auf Projektebene eine entscheidende Rolle. Durch die Definition der Phasen und Stufen, die Projekte durchlaufen müssen wird das Projektlebenszyklus im Unternehmen abgebildet.

Ein Workflow ist in 3 Ebenen aufgebaut. Die Bearbeitung bzw. Erstellung folgender Ebenen finden Sie auf dem Project Server unter Servereinstellungen- „Workflow- und Projektdetailseiten“

  

1. Ebene

Hier werden Phasen definiert, welche 2 Elemente beinhalten:

-          Name (Abb.1)

-          Beschreibung (Abb.1)

 Workflowphase

Abb.1

 

2. Ebene

Unter den Phasen befinden sich die Stufen. Eine Stufe besteht aus mehreren Komponenten:

-          Name

-          Beschreibung

-          Beschreibung für den Button „Übermitteln“

-          Zuordnung Workflowphase ( Abb.2)

-          Einführungsdetailseite - Erste Seite die mit Eintritt in den Workflow gezeigt wird      (Abb.2)

-          Zuordnung Projektdetailseiten (Definition Projektdetailseiten siehe Ebene 3) ( Abb.2)

 Workflowstufe1

Abb.2

-          Markierung einiger Projektdetailseiten durch einen *

-          Zuordnung Benutzerdefinierte Projektfelder – Diese Felder müssen ausgefüllt werden um die nächste Stufe zu  erreichen (Abb.3)

-          Zuordnung Schreibgeschützter Benutzerdefinierter ProjektFelder – Diese Felder dienen dazu Werte anzuzeigen aber nicht zu ändern (Abb.3)

 Workflowstufe2

Abb.3

-          Verhalten der Strategische Auswirkungen- Hier werden die vorher definierten betriebswirtschaftlichen Faktoren für die Portfoliostrategie (weitere neue Funktion von MS Project Servers 2010) als Schreibgeschützt, Änderbar und Erforderlich definiert.

-          Einstellung Einchecken – hier stellt man ein ob das Einchecken des Projektes erforderlich ist um auf die nächste Stufe zu gelangen.

 

3. Ebene

Die Projektdetailseiten können einer Stufe zugeordnet werden. Sie sind in Art und Form unterschiedlich. Beispielweise zeigt eine Projektdetailseite mehrere Benutzerdefinierte Projektfelder, eine andere zeigt den kompletten Projektplan mit Gantt- Chart.

    

Z.B.:

Phase1

            Stufe1a

                         Projektdetailseite_A

                         Projektdetailseite_B

                         Projektdetailseite_C

            Stufe1b

                         Projektdetailseite_D

                         Projektdetailseite_E

Phase2

            Stufe2a

                         Projektdetailseite_F

            Stufe2b

                         Projektdetailseite_G

            Stufe2c

                         Projektdetailseite_H

                         Projektdetailseite_I

Workflow_Ende

 

 
Warteschlangenaufträge werden nicht aktualisiert

Manchmal kann es vorkommen, dass Warteschlangenaufträge im MS Project Server nicht aktualisiert werden:

Warteschlange

Dies liegt am Zustand des Microsoft Office Project Server-Warteschlangendienstes. Diesen finden Sie unter Systemsteuerung / Verwaltung / Dienste.

Dienste

Sie können den Dienst entweder manuell neu starten, oder per Skript:

net stop ProjectServerQueue
net start ProjectServerQueue

Nach Neustart des Dienstes beginnt der Warteschlangendienst alle zur Verarbeitung anstehenden Aufträge abzuarbeiten. Da die Aufträge vom System in einer Windows MessageQueue zwischengespeichert wurden, besteht keine Gefahr eines Datenverlustes.

 
MS Project Server Datensicherung

Wichtiger Bestandteil jeder MS Project Serverinstallation ist die Einrichtung der Datensicherung. Oft wird diesem Thema jedoch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, zum Teil mit verheerenden Folgen.

Unerfahrene Serveradministratoren tendieren zu einer Sicherung auf Dateiebene. Für viele Anwendungen mag dies ausreichend erscheinen, für ein komplexes System wie den MS Project Server ist es fatal. Anders als bei anderen Systemen sind die Daten auf dem Dateisystem nicht immer konsistent. Ursache für die auf dem Dateisystem vorliegenden Inkonsistenzen ist die vom MS Project Server im Hintergrund verwendete SQL Datenbank. Da diese das Ziel hat, eine möglichst hohe Performance zu erreichen, werden die Daten zunächst für unbestimmte Zeit im Arbeitsspeicher gehalten, bevor sie auf dem Datenträger gespeichert werden. Die Sicherung auf Dateiebene funktioniert nur, wenn die Datenbank offline ist.

Wer sich nicht leisten kann, seine Datenbank offline zu nehmen, muss auf die SQL Server Funktionalität zurückgreifen. Als Hilfsmittel stellt der MS SQL Server  im SQL Management Studio Wartungspläne zur Verfügung:

maintenanceplans

Wartungsplänen können einzelne Aufgaben zugeordnet werden. Dem Task Datenbank Sichern lassen sich 3 verschiedene Sicherungstypen zuordnen. 

 task

Sicherungstyp Vollständig:

Eine vollständige Sicherung beinhaltet die Sicherung der kompletten Datenbankdatei. Dies wird z.B. einmal öffentlich durchgeführt. Es erfolgt keine Sicherung des Transaktionsprotokolls.

Sicherungstyp Differenziell:

Eine differentielle Sicherung beinhaltet die Änderungen der Datenbankdatei seit der zuletzt ausgeführten Sicherung. Das Transaktionsprotokoll wird nicht gesichert. Eine differentielle Sicherung wird meist ein Mal am Tag durchgeführt.

Sicherungstyp Transaktionsprotokoll:

Es wird nur das Transaktionsprotokoll der ausgewählten Datenbanken gesichert. Diese Option kann mehrmals am Tag durchgeführt werden, um den Datenverlust beim Zurückspielen eines Backups möglichst gering zu halten.

Wartungspläne können entweder manuell oder zeitgesteuert gestartet werden. Für die meisten Nutzer des MS Project Servers ist eine einmalige Sicherung pro Tag ausreichend. Wenn Sie hohe Anforderungen an die Sicherheit Ihrer Daten stellen sollten Sie eine Kombination der drei beschriebenen Sicherungstypen in Betracht ziehen.

 
SharePoint Datenbank zu groß

Wird bei der Einrichtung des SQL Server Backups vergessen eine Sicherung der Transaktionslogs anzulegen oder der falsche Wiederherstellungsmodell verwendet, so kann es sein, dass die Transaktionslogs (*.ldf Dateien) zuviel Festplattenplatz belegen. Die *.ldf Dateien können dabei schnell eine Größe von mehreren Gigabytes erreichen.

Ursache hierfür ist, wie und wann der SQL Server das Transaktionslog löscht und den durch die Datei belegten Speicherplatz wieder frei gibt.

RecoveryModes

Die Wahl des Wiederherstellungsmodells ist dabei ausschlaggebend. Folgende Modelle werden unterstützt:

Einfach:

Das einfache Wiederherstellungsmodell sieht vor, dass immer nur die komplette Datenbank gesichert wird. Beim Wiedereinspielen der Datenbank gehen sämtliche Änderungen, die nach der Erstellung des Backups erfolgt sind verloren.

Die Transaktionslogs werden gelöscht, sobald der SQL Server einen Checkpoint erreicht. Bereits belegter Festplattenplatz wird aus Performancegründen nicht freigegeben.

Vollständig:

Alle SQL Datenbanken werden mit dieser Option angelegt. Das vollständige Modell geht davon aus, dass sowohl die Datenbank als auch die Transaktionslogs regelmäßig gesichert werden. Erst nach Sicherung der Transaktionslogs einer Datenbank werden die Logs gelöscht. Bereits verwendeter Festplattenplatz wird nicht freigegeben.

Massenprotokolliert:

Sowohl das vollständige als auch das massenprotokollierte Wiederherstellungsmodell schneiden das Transaktionsprotokoll nicht ab. Man benötigt dieses Modell nur um kurzfristig große Datenmengen in die Datenbank spielen zu können und um somit das Transaktionsprotokoll nicht unnötig groß werden zu lassen.

Wie Sie das Transaktionsprotokoll verkleinern können wird in einem der folgenden Artikel beschrieben.